
Verantwortung lernen. Gemeinschaft erleben. Tierwohl verstehen.
Wenn morgens feiner Nebel über dem Reitplatz liegt und leises Schnauben aus dem Stall klingt, beginnt auf der Schulfarm Insel Scharfenberg mehr als nur ein Unterrichtsprojekt.
Hier lernen Jugendliche zwischen ab der 7. Klasse, was es bedeutet, Verantwortung für Lebewesen zu übernehmen – verlässlich, achtsam und im Team.
In kleinen Gruppen von maximal neun Schüler:innen arbeiten die Jahrgänge 7/8 sowie 9/10 jeweils 2,5 Stunden pro Woche im Bereich Pferdepflege. Noten spielen dabei bewusst keine Rolle. Im Mittelpunkt stehen Erfahrung, Entwicklung und echtes Tun. Die Jugendlichen kümmern sich um die Pferde und Ponys: Putzen, Reiten, Reitplatz- und Putzplatzpflege. Sie lernen, wie Ausrüstung gepflegt wird, wie ein Reitplatz instand gehalten wird und wie konsequenter, fairer Umgang mit den Tieren funktioniert.
Die Pferde – Nelli, Mozart, Balou, Lisa (Lisbeth) und Stanley – sind dabei keine „Unterrichtsgegenstände“, sondern Persönlichkeiten. Wer mit ihnen arbeitet, erfährt unmittelbar, was Empathie bedeutet. Ein Pferd reagiert sensibel auf Stimmung, Klarheit und Körpersprache. Wer unsicher ist, lernt Standfestigkeit. Wer zu forsch ist, lernt Feinfühligkeit. So entstehen Kompetenzen, die weit über den Stall hinausreichen: Teamfähigkeit, Durchsetzungskraft, Geduld und Respekt.
Unterstützt wird die Arbeit durch fachliche Expertise: Unsere kompetente und erfahrene Landwirtin Frau Richter, die alles koordiniert und mit großer Leidenschaft und Hingabe alle Tiere der Schulfarm versorgt und pflegt. Hilfe erhalten wir auch von zwei Bereiterinnen, die freiwillig auf die Insel kommen, um die Pferde kontinuierlich auszubilden. Tierarzt und Lehrer Herr Helal vertieft im Projektunterricht „Tiermedizin“ das Verständnis für Gesunderhaltung und Prävention der Pferde. Theorie und Praxis greifen so ineinander – sichtbar, greifbar, lebendig.
Auch das Reiten gehört dazu: auf dem Reitplatz, im Roundpen oder bei Ausritten auf der Insel. Arbeit an der Longe und am Boden fördern Vertrauen und Balance. Besondere Höhepunkte setzen Projektwochen wie das LIAF-Projekt, in dem etwa „Reiten als Therapie“ erfahrbar wird und die Beziehung zwischen Mensch und Tier eine neue Dimension erhält.
Pferdepflege auf Scharfenberg bedeutet: Leben und Lernen in Verantwortung. Gemeinschaft erleben, weil man füreinander und für die Tiere einsteht. Und Tierwohl nicht nur verstehen, sondern täglich praktizieren.
Kompetenzen für die Ewigkeit entstehen hier nicht nur im Klassenzimmer – sondern manchmal auch auf einem Pferderücken.
In unserem Projekt „Synchronsprechen“ wollten wir herausfinden, was hinter diesem spannenden Beruf steckt. Bei Übungen, die uns helfen unsere Stimme gezielt einzusetzen und beim Synchronisieren von selbst ausgewählten Filmszenen haben wir gemerkt:
Synchronsprechen ist mehr als nur reden. Es braucht Gefühl, Übung und viel Ausdruck.
Im Dezember hatten wir besonderen Besuch: Die Synchronsprecherin Helen Blaschke kam zu uns. Sie verleiht unter anderem Annabeth (Percy Jackson), Chelsea (Barbie) und Amerie (Heartbreak High) ihre Stimme. Im März besuchte uns außerdem Tobias Meister, einer der bekanntesten Synchronsprecher Deutschlands. Er spricht unter anderem Meister Yoda (Star Wars), Anthony Edward Stark (Iron Man) und ist auch die feste Stimme von Brad Pitt. Gemeinsam mit ihnen haben wir Dialoge gesprochen, sowohl aus Rollen, die sie selbst schon synchronisiert haben, als auch aus neuen Szenen. So konnten wir sehen, wie man sich in eine neue Rolle einfühlt und wie wichtig es ist, mit Stimme und Körper zu arbeiten.
Uns wurde klar: Dieser Beruf lebt von Menschen, von ihrer Persönlichkeit und ihrer Leidenschaft. Darum macht uns der Gedanke traurig, dass Künstliche Intelligenz echte Stimmen ersetzen könnte. Wir sagen ganz klar: Synchronsprechen gehört in echte Hände, mit Herz, Gefühl und echtem Leben!
Erfahren Sie hier ausführliches über den Wasserport.






